Beauty-Mythen im Faktencheck
Mythos 1
"Minimalinvasiv bedeutet harmlos.“
Fakt: Auch minimalinvasive Behandlungen greifen in den Körper ein. Dabei können die Hautbarriere durchdrungen, Wirkstoffe eingebracht oder Gewebe gezielt verändert werden. Risiken und Komplikationen sind deshalb auch ohne Operation möglich.
Mythos 2
"Hyaluronsäure wird vollständig abgebaut.“
Fakt: Hyaluronsäurefiller können deutlich länger im Gewebe verbleiben als häufig angenommen. Wie lange, hängt unter anderem vom Produkt, der behandelten Region und der verwendeten Menge ab. Frühere Behandlungen können daher auch für spätere Anwendungen eine Rolle spielen.
Mythos 3
"Filler lassen sich jederzeit wieder auflösen."
Fakt: Hyaluronsäurefiller werden nicht immer so schnell und vollständig abgebaut, wie häufig angenommen. Sie können viele Jahre im Gewebe verbleiben und insbesondere nach wiederholten Behandlungen noch im höheren Lebensalter nachweisbar sein. Die sichtbare Wirkung kann bereits nachgelassen haben, obwohl weiterhin Fillermaterial vorhanden ist.
Wie lange ein Filler im Gewebe verbleibt, hängt unter anderem vom Produkt, der behandelten Region, der verwendeten Menge und der Anzahl der Behandlungen ab. Frühere Anwendungen können deshalb auch für spätere Behandlungen eine Rolle spielen.
Mythos 4
"Botulinumtoxin ist nur ein Beautyprodukt.“
Fakt: Botulinumtoxin ist als Nervengift ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff, der die Signalübertragung zwischen Nerven und Muskeln beeinflusst. Seine Wirkung lässt sich nach der Injektion nicht einfach abschalten. Unerwünschte Wirkungen können mehrere Wochen oder Monate anhalten.
Rund um ästhetische Behandlungen halten sich viele Behauptungen, die Risiken verharmlosen oder falsche Erwartungen wecken. Wir stellen die häufigsten Mythen den medizinischen Fakten gegenüber.
Mythos 5
"Laser wirkt nur oberflächlich.“
Fakt: Laser ist nicht gleich Laser. Je nach Gerät und Anwendung kann die Energie unterschiedlich tief in die Haut und das Gewebe eindringen. Mögliche Folgen sind unter anderem Verbrennungen, Pigmentveränderungen oder Narben.
Mythos 6
„Wer eine Behandlung anbietet, ist dafür qualifiziert.“
Fakt: Ein Behandlungsangebot, ein Zertifikat oder eine große Reichweite in sozialen Netzwerken sind kein Nachweis für eine fachärztliche Qualifikation. Entscheidend ist, welche medizinische Aus- und Weiterbildung die Person tatsächlich abgeschlossen hat.
Mythos 7
"Ein unerwünschtes Ergebnis kann einfach korrigiert werden.“
Fakt: Für das gewünschte Ergebnis gibt es keine Garantie. Korrekturbehandlungen können weitere Eingriffe, zusätzliche Risiken und neue Kosten mit sich bringen. Manche Veränderungen lassen sich nur teilweise oder gar nicht rückgängig machen.
Schau genau hin, wer dich behandelt
Auch minimalinvasive ästhetische Behandlungen sind Eingriffe in den Körper und gehören deshalb in fachärztliche Hände.
Prüfe, welche Qualifikation und Erfahrung die Person besitzt, die dich tatsächlich behandelt, und werde aufmerksam, wenn Fragen dazu ausweichend beantwortet werden.