Ästhetische Behandlung?
Nicht bei irgendwem.
Warum die Ausbildung einen Unterschied macht
Heilpraktiker:innen und Kosmetiker:innen durchlaufen weder ein Medizinstudium noch eine geregelte Facharztweiterbildung. Einzelne Behandlungstechniken können zwar in Kursen vermittelt werden. Eine solche Schulung ersetzt jedoch keine umfassende medizinische Ausbildung.
Für eine sichere ästhetische Behandlung reicht es nicht aus, nur die Anwendung einer Spritze oder eines Geräts zu beherrschen. Die behandelnde Person muss unter anderem die Anatomie kennen, gesundheitliche Risiken einschätzen und mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen und vor allem behandeln können.
Dass eine Behandlung angeboten wird, bedeutet daher nicht automatisch, dass sie medizinisch verantwortungsvoll durchgeführt werden kann.
„Beautydoc“ ist keine Facharztbezeichnung
Bezeichnungen wie „Beautydoc“, „Schönheitschirurg:in“ oder „Expert:in für ästhetische Medizin“ klingen nach medizinischer Spezialisierung. Sie sind jedoch keine anerkannten Facharztbezeichnungen und geben keinen verlässlichen Aufschluss über die tatsächliche Ausbildung.
Auch einzelne Kurse, Fortbildungen oder Zertifikate ersetzen keine abgeschlossene Facharztweiterbildung. Entscheidend ist deshalb die genaue Facharztbezeichnung.
Ästhetische Behandlung?
Nicht bei irgendwem.
Wer nach einer ästhetischen Behandlung sucht, findet schnell zahlreiche Angebote: in Praxen, Kosmetikstudios, sogenannten Beautykliniken oder in sozialen Netzwerken. Auf den ersten Blick ist dabei oft kaum zu erkennen, welche Ausbildung und Erfahrung tatsächlich dahinterstehen.
Nicht jede Person, die ästhetische Behandlungen anbietet, verfügt über eine umfassende medizinische Qualifikation. Und nicht jede Behandlung darf von allen Anbieter:innen durchgeführt werden.
Achte auf die genaue Qualifikation
Informiere dich vor der Behandlung über die genaue Facharztbezeichnung und die Erfahrung mit der geplanten Anwendung. Frage außerdem ausdrücklich nach, wer die Behandlung tatsächlich durchführen wird.
Ein Facharzttitel auf der Website oder im Namen einer Praxis bedeutet nicht automatisch, dass diese Fachärztin oder dieser Facharzt deine Behandlung persönlich übernimmt.
Was Fachärzt:innen auszeichnet
Fachärzt:innen haben nach dem Medizinstudium und der Approbation eine mehrjährige, strukturierte Weiterbildung abgeschlossen. Dabei erwerben sie umfassende Kenntnisse und praktische Erfahrung in ihrem jeweiligen Fachgebiet.
Fachärzt:innen für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sind mit den anatomischen Strukturen unterschiedlicher Körperregionen und dem Zusammenspiel von Haut, Gewebe, Gefäßen, Nerven und Muskeln besonders vertraut. Ihre Weiterbildung verbindet ästhetische, funktionelle und rekonstruktive Aspekte und ermöglicht dadurch eine umfassende Beurteilung und Planung der Behandlung.
Sie können einschätzen, ob eine Behandlung medizinisch vertretbar ist, welches Verfahren infrage kommt und wann davon abzuraten ist. Außerdem sind sie darin ausgebildet, gesundheitliche Risiken, Vorerkrankungen und mögliche Komplikationen zu erkennen und medizinisch zu behandeln.
Eine ärztliche Approbation allein ist deshalb nicht mit einer abgeschlossenen Facharztweiterbildung gleichzusetzen.