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Botulinumtoxin, Filler, Fadenlifting, Laserbehandlungen oder Microneedling wirken oft schnell und unkompliziert. Doch auch minimalinvasive ästhetische Behandlungen greifen in den Körper ein und können Risiken und Komplikationen mit sich bringen.

 

Hier erfährst du, worauf du vor einer ästhetischen Behandlung achten solltest.

Schönheit im Trend. Doch was ist noch echt?

Perfektion ist oft inszeniert

In sozialen Netzwerken begegnen uns täglich scheinbar perfekte Gesichter und Körper. Doch viele Bilder sind bearbeitet, mit Filtern verändert oder vollständig KI-generiert. Sie zeigen keine verlässliche Realität und sollten nicht zum Maßstab für den eigenen Körper werden.

 

Ästhetische Behandlungen können das Aussehen verändern. Eine Garantie für das gewünschte Ergebnis gibt jedoch nie. Die individuelle, eigene Anatomie ist die Basis jeder Behandlung.

Frau in der Natur

*Inhalte mit KI generiert. 

Nahaufnahme-Porträt

*Inhalte mit KI generiert. 

Minimalinvasiv heißt nicht risikofrei

Der Begriff „minimalinvasiv“ klingt nach einer einfachen Behandlung mit geringem Risiko. Tatsächlich werden dabei Wirkstoffe in den Körper eingebracht, die Hautbarriere durchdrungen oder Haut und Gewebe gezielt beeinflusst. Dadurch können unter anderem Gefäße, Nerven oder Gewebe verletzt werden. Komplikationen können unmittelbar oder auch erst später auftreten.

 

Entscheidend ist deshalb nicht nur, welche Behandlung durchgeführt wird, sondern auch, wer sie unter welchen Bedingungen durchführt.

Botox-Injektionsverfahren

Botulinumtoxin ist ein verschreibungspflichtiger Wirkstoff. „Botox®“ ist der Markenname eines von mehreren Präparaten und wird häufig als allgemeine Bezeichnung verwendet.

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Der Wirkstoff wird gezielt in bestimmte Muskeln gespritzt und hemmt dort vorübergehend die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskel. Dadurch entspannt sich der behandelte Muskel und mimische Falten können gemildert werden. Für die sichere Anwendung sind genaue anatomische Kenntnisse erforderlich.

 

Das starke Nervengift ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und darf ausschließlich von Ärzt:innen verordnet werden.

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Filler werden in oder unter die Haut gespritzt, um Volumen aufzubauen, Konturen zu verändern oder Falten aufzufüllen. Häufig wird dafür speziell aufbereitete und vernetzte Hyaluronsäure verwendet. Daneben gibt es weitere Füllstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften.

 

Hyaluronsäurefiller können wesentlich länger im Gewebe verbleiben als häufig angenommen. Deshalb ist es wichtig, bei späteren Behandlungen anzugeben, welches Produkt wann, in welcher Menge und an welcher Stelle verwendet wurde. Bitte deine Ärzt:innen um entsprechende Informationen und verwahre diese sorgfältig.

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Filler lassen sich heute mit modernen bilgebenden Verfahren nachweisen.

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Bild: Spezielles Filler 3D MRT

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„Laser“ bezeichnet nicht eine einzelne Behandlung. Je nach Gerät, Wellenlänge und Eindringtiefe kann Laserenergie beispielsweise auf Pigmente, Blutgefäße, Haarwurzeln oder unterschiedliche Hautschichten wirken.


Die Verfahren unterscheiden sich deutlich in ihrer Wirkung und in den erforderlichen Qualifikationen. Die meisten Laseranwendungen dürfen in Deutschland ausschließlich von entsprechend qualifizierten Ärzt:innen durchgeführt werden.

Image by Corinne Sawers

Beim Microneedling wird die Haut mit vielen feinen Nadeln gezielt durchstochen. Die kontrollierten Mikroverletzungen sollen die natürlichen Reparaturprozesse der Haut und die Bildung von Kollagen anregen.


Geräte, Nadellängen und Eindringtiefen können sich deutlich unterscheiden. Beim Radiofrequenz-Microneedling wird zusätzlich Wärmeenergie in das Gewebe abgegeben. Es handelt sich daher um ein anderes und weitergehendes Verfahren als klassisches Microneedling.

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Fadenliftings werden häufig als sanfte Alternative zu einem operativen Facelift beworben. Tatsächlich können die unter die Haut eingebrachten Fäden jedoch nur einen begrenzten und zeitlich nachlassenden Straffungseffekt erzielen. Ein vergleichbares oder dauerhaftes Ergebnis wie bei einem operativen Facelift ist nicht zu erwarten.
 
Mögliche Folgen sind sicht- oder tastbare Fäden, Einziehungen und Unregelmäßigkeiten der Haut, Asymmetrien, Infektionen, eine Verschiebung der Fäden sowie Verletzungen von Nerven oder Gewebe. Auch auflösbare Fäden können Vernarbungen und Veränderungen im Gewebe hinterlassen, die einen späteren operativen Eingriff erschweren.
 
Die DGPRÄC bewertet das Fadenlifting deshalb kritisch. Vor einer solchen Behandlung sollten Patient sich fachärztlich beraten lassen und mögliche Alternativen sorgfältig abwägen.

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Nicht alle injizierten Produkte dienen unmittelbar dazu, Volumen aufzubauen. Sogenannte Biostimulatoren sollen körpereigene Prozesse wie die Bildung von Kollagen anregen. Auch Begriffe wie „Skinbooster“, „Mesotherapie“ oder „Fett-weg-Spritze“ können sehr unterschiedliche Produkte und Behandlungen bezeichnen.


Lass dir deshalb immer den genauen Namen des verwendeten Produkts, seine Wirkweise, Nebenwirkungen und die vorgesehene Anwendung erklären.

Ähnliche Werbebezeichnungen können für unterschiedliche Produkte und Verfahren verwendet werden.

 

Frage deshalb vor jeder Behandlung nach dem konkreten Wirkstoff oder Produkt, dem Hersteller, der vorgesehenen Menge und der Art der Anwendung.

Entscheidend ist, was genau gemacht wird.

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Risiken kennen 

Keine ästhetische Behandlung ist frei von Risiken. Neben vorübergehenden Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen oder Blutergüssen können je nach Verfahren auch Infektionen, allergische Reaktionen, Verletzungen von Gefäßen und Nerven oder Schäden am Gewebe auftreten.


Manche Komplikationen zeigen sich unmittelbar, andere erst nach einiger Zeit. Nicht alle Folgen lassen sich vollständig rückgängig machen. Je nach Verfahren drohen im schlimmsten Fall Erblindung, dauerhafte Nervenschäden oder das Absterben von Gewebe. Umso wichtiger ist es, dass die behandelnde Person Komplikationen frühzeitig erkennt und fachgerecht behandeln kann.

Nimm dir Zeit für deine Entscheidung

Vor einer ästhetischen Behandlung lohnt es sich, genau hinzusehen: Was wird gemacht, welche Risiken bestehen und welche Qualifikation hat die behandelnde Person?

 

Nimm dir ausreichend Zeit und stelle Fragen. Sei kritisch, wenn du beispielsweise durch zeitlich begrenzte Rabatte zu einer schnellen Entscheidung gedrängt wirst.


Unsere Checkliste zeigt dir, worauf du vor einer Behandlung achten solltest.

Image by Vitaly Gariev

Was ein gutes Beratungsgespräch ausmacht

Ein gutes Beratungsgespräch schafft Klarheit und setzt dich nicht unter Druck. Fachärzt:innen sollten den Ablauf, das realistisch erreichbare Ergebnis, mögliche Risiken, Alternativen, Kosten und die Nachsorge verständlich erklären und ausreichend Zeit für deine Fragen einplanen.

 

Unsere Hinweise zeigen dir, welche Punkte in einem guten Beratungsgespräch angesprochen werden sollten.

Bei Beschwerden richtig handeln

Image by NordWood Themes

Nach einer Behandlung können vorübergehende Reaktionen wie Schwellungen auftreten. Werden Beschwerden jedoch ungewöhnlich stark, verschlimmern sie sich oder fühlst du dich unsicher, solltest du medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.


Informiere dich frühzeitig, wer nach der Behandlung erreichbar ist und an wen du dich im Notfall wenden kannst.

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Eine Initiative der DGPRÄC

Die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie e. V. ist Berufsverband und wissenschaftliche Fachgesellschaft der Plastischen Chirurgie in Deutschland.


Wir möchten Patient:innen dabei unterstützen, informierte und selbstbestimmte Entscheidungen über ästhetische Behandlungen zu treffen. Gleichzeitig setzen wir uns für klare Regeln, nachvollziehbare Qualifikationen und mehr Sicherheit in der ästhetischen Medizin ein. 

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